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WIESO, WESHALB, WARUM? ... spielen Radiogeräte verschiedene Sender?

Das Radio ist ein kundenfreundliches Gerät: Ist man mit einer Sendung nicht mehr zufrieden, dreht man am Abstimmknopf und bekommt einen anderen Sender zu Gehör. Der Vorgang ist so selbstverständlich, dass sich kaum jemand Gedanken darüber macht. Doch wie können wir aus verschiedenen Sendern, die alle gleichzeitig von der Antenne empfangen werden, einen auswählen? Die einzelnen Sender liegen bekanntlich auf verschiedenen Frequenzen. Die Größe der Frequenz gibt dabei an, wie viele Schwingungen ein Signal in einer Sekunde ausführt. In den meisten Radios wird die eingestellte Frequenz angezeigt. Dabei handelt es sich streng genommen nur um die Trägerfrequenz. Denn ein Rundfunksignal setzt sich aus mehreren Signalanteilen zusammen. Damit Musik oder Nachrichten als "Nutzsignale" von der Sendeantenne zur Empfangsantenne ausgestrahlt werden können, wird ein hochfrequentes Trägersignal durch die Nutzsignale verändert - es wird moduliert, sagen die Fachleute. Beim UKW-Rundfunk besteht die Veränderung darin, dass die Frequenz des Trägers in Abhängigkeit vom momentanen Wert des Nutzsignals verändert wird.- es wirdmoduliert, sagen die Fachleute. Beim UKW-Rundfunk besteht die Veränderung darin, dass die Frequenz des Trägers in Abhängigkeit vom momentanen Wert des Nutzsignals verändert wird. Die Frequenz ist also für alle Sender eines Empfangsgebiets unterschiedlich. Der Träger eines UKW-Signals kann beispielsweise bei 100 MHz liegen, das heißt, er beschreibt etwa 100 Millionen Schwingungen pro Sekunde.
Frequenzen sind für Signale deshalb so wichtig, weil es Filter gibt, mit denen man verschiedene Frequenzbereiche voneinander trennen kann. Am bekanntesten dafür sind Schwingkreise aus einer Spule und einem Kondensator.
Je kleiner der gewünschte Frequenzbereich ist, desto aufwendiger muss der Filter sein. Erschwerend kommt hinzu, dass der Filter für unterschiedliche Sender unterschiedliche Frequenzen durchlassen müsste. Deshalb wird in den Radios ein Trick angewandt. Man trennt das gewünschte Signal aus der Menge aller empfangenen Signale zunächst mit einem einfachen Filter ab. Das so gewonnene Signal wird dann mit einem im Radio erzeugten Signal "gemischt", das auf einer für den gewünschten Sender passenden Frequenz schwingt. "Mischen" bedeutet in diesem Fall, dass aus den beiden Signalen ein neues Signal entsteht, das sich vom ursprünglichen nur in der Trägerfrequenz unterscheidet. Als neue Trägerfrequenz stellt sich dann die Differenz zwischen der ursprünglichen und der Frequenz des selbst erzeugten Signals ein.
Die Frequenz des selbst erzeugten Signals wählt man jeweils so, dass sich - ganz gleich, welchen Sender man wählt - immer die gleiche neue Trägerfrequenz ergibt. Bei UKW-Empfängern beträgt diese Zwischenfrequenz 10,7 MHz. Der Vorteil ist, dass jetzt alle gewünschten Sender, unabhängig auf welcher Frequenz sie übertragen wurden, gleich behandelt werden können.

käs /haz