Ziel des DM-Unterrichts der zweijährigen Berufsfachschule mit beruflichem Abschluss:
Elektro-technischer Assistent
Elektro-technische Assistentin

Aufbau von kleinen Programmen, die anhand von elektrotechnische Grundlagen die einfachen Programmstrukturen erfordern wie:

oAusgaben, Eingaben, Verarbeitungen z.B. einfache Berechnungen mit einfachen Variablen und Konstanten,

oEntscheidungen, Verzweigungen,

oWiederholungen: Schleifen, kopf- und fußgesteuerte Wiederholstrukturen,

oMit Hilfe von Menüs, die mit Mehrfachauswahlen erstellt werden sollen Datenverarbeitungsprozesse wie z.B. das Sortieren programmiert werden,

oUnterprogramme mit globalen und lokalen Variablen

oEin – und Ausgabe von und auf externe Datenträger

Grundsätzlich sollen die Probleme mit Lösungsstrategien erarbeitet werden. Dabei soll mit Hilfe von Algorithmen und Struktogrammen die Problemlösung auf Programmiertauglichkeit überprüft werden.

Programme sind zu strukturieren und zu kommentieren. 

Die zu erstellenden Dokumentationen enthalten:

oEine Problembeschreibung,

oEinen Algorithmus

oEin Struktogramm

oEin Listing, strukturiert und kommentiert

oEin Programmtestbericht. 

Festlegung der Grundstruktur eines CPP-Programms:

/*

Name: Tut-Nichts-Programm

Copyright: bbs-me

Author: bg

Date: 08.09.03 22:58

Description: Allgemeingültige Programmstruktur

*/

#include <iostream>// Die Header-Dateien z.B. IO-Streamdatei 

// stellen wichtige Befehle zur Verfügung TBMT-P59

using namespace std;//TBMT-P59

int main()// Funktionskopf der Hauptfunktion (main)

{//mit der geschweiften Klammer beginnt

// der Anweisungsblock

system("PAUSE");

return 0;//Die int main()-Funktion verlangt ein return.

// das in diesem Programm keinen Wert ()

// zurückgibt HBMT-P61

}//Ende des Hauptprogramms

Dieses Programm ist aber auch sehr, sehr langweilig. Es tut nämlich nichts. Aber es ist ein guter Anfang, um komplexere Programme zu schreiben. Alle Programme, die Sie in nächster Zeit schreiben werden, bestehen aus diesen Zeilen und noch ein paar Dingen, die Sie dazuschreiben.

Zum Beispiel, das ‘Hallo World’-Programm

/*

Name: 

Copyright: 

Author: 

Date: 08.09.03 22:58

Description: 

*/

#include <iostream> 

using namespace std; 

int main() 

//Dies ist das Hello-World-Programm 

cout<<"Hello, world!"<<endl;

system("PAUSE"); 

return 0; 

Sie sehen, dass die vier Zeilen des ersten Programmes hier auch vorhanden sind. 

Dieses kleine Programm schreibt "Hello, world!" (ohne die Anführungszeichen) auf den Bildschirm und setzt den Cursor auf den Beginn der nächsten Bildschirmzeile. 

Die dabei entscheidende Zeile ist die Zeile mit dem cout. 

cout<<"Hello, world!"<<endl; 

cout ist ein Objekt, das uns der Hersteller des Compilers (wir sagen: der Compilerbauer) zur Verfügung stellt. Es repräsentiert die Standard-Ausgabe. Normalerweise ist das der Bildschirm. Die Sachen, die man mit "<<" an cout anhängt, werden dort ausgegeben. 

TODO: Feststellen, ob (cout==character out) 

Der vollständige Name von cout lautet std::cout. An diesem std:: kann man erkennen, dass cout in der C++-Standardbibliothek vorhanden ist. Die Ausgabezeile würde ausgeschrieben so lauten: 

std::cout<<"Hello, world!"<<std::endl; 

Um sich diese Mühe zu ersparen, gibt es 

using namespace std;(i:using, namespace) 

Ab da, wo diese Zeile steht, schaut der Compiler bei jedem Namen, den er nicht findet, auch nach, ob es diesen Namen mit std:: davor gibt und nimmt gegebenenfalls diesen. 

Man kann auch mehrere Sachen hintereinander an cout anhängen. 

Folgende Zeile erzeugt die gleiche Ausgabe: 

cout<<"Hell"<<"o, world!"<<endl; 

cout<<endl lässt den Cursor auf den Anfang der nächsten Bildschirmzeile springen. 

Jede Anweisung wird mit einem Semikolon abgeschlossen. Das Semikolon ist Teil der Anweisung. Ein einzelnes Semikolon ist auch eine Anweisung (die leere Anweisung)(i:Anweisung, leere). Um cout überhaupt erst in einem Programm verwenden zu können, muss man die erste Zeile in das Programm aufnehmen (sprich: iostream inkludieren)(i: inkludieren): 

#include <iostream> 

Die Zeile:

system("PAUSE");

hält das Programm an. Damit ist es dem Anwender erst möglich seine Ergebnisse bei diesem einfachen Programm zu betrachten. Überprüfen Sie die Aussage, indem Sie diese Zeile löschen, dass Programm neu kompilieren und starten. 

Diese Programmstruktur kann für alle DOS-Befehle verwendet werden. Möchte man für eine neue Ausgabe die alten Ausgaben in dem DOS-Fenster löschen (CLS), dann lautet der einzufügende Befehl:

?????? _______________________________

Jede Zeile, die mit // beginnt, ist eine Kommentarzeile(i:Kommentar). Sie wird vom Compiler einfach ignoriert, und hat nur den Zweck, die Funktionsweise des Programms ein wenig zu erläutern. 

Jetzt wissen Sie schon, wie man sehr einfache Programme schreibt. Und das sollen Sie mit Hilfe der Oberfläche DevC++ jetzt ausprobieren.

Sie klicken mit der linken Maustaste den Ikon ‚Neu’ an. Im folgenden Pull-up-Menü ist Console die richtige Auswahl. 


 

Das zu erstellende Projekt (Programm) speichern Sie in ihrem Verzeichnis. Danach öffnet sich der Editor mit der Grundstruktur einer CPP-Quelldatei. 




Ein weitere Klick auf ‚Einfügen’ mit der Auswahl Kommentar-Header fügt den gewünschen Header ein. In diesen Header geben Sie die gewünschten Daten ein und füllen dann das Hauptprogramm mit den Einweisungen z.B. für ‚Hallo Welt’ oder ‚Berechnung eines Kreises’:

float durchmesser;
cout<<"Bitte geben Sie den Durchmesser an: ";
cin>>durchmesser;
const float PI=3.14f;
float umfang=durchmesser*PI;
cout<<"Der Umfang betraegt: "<<umfang<<endl;
cout<<"Die Flaeche betraegt: "<<pow(durchmesser,2)*PI/4<<endl;
Achtung: Der Befehl pow(durchmesser,2) = d² benötigt die Include-Datei: <math.h>.